Gießerjunge

Hintergrund der “Geeßer  Jonges“  ist der sagenhafte Düsseldorfer
Gießerjunge.

Im Jahre 1711 schuf Hofbildhauer  Gabriel Grupello das
Jan Wellem Reiterstandbild.

Grupello musste nach  einem vorausgegangenen Fehlguss  feststellen,
dass auch  der  zweite Versuch auf  Grund fehlenden Metalls  zu misslingen
drohte. Sein Gießerjunge  rettete den Abguss, er sammelte mit aufgehaltener
Schürze fehlendes  Metall, auch Schmuckstücke und Ringe, und warf  alles
zusammen in  den  Schmelzkessel.  Der Guss gelang vortrefflich,  wie man
noch heute auf unserem Rathaus Marktplatz  sehen kann.
Der Sage  nach  fertigte Grupello  zum  Dank  eine  Statue  des  Gießerjungen an.
Diese  Figur  soll  sich auf  dem Dachgiebel des Grupello-Hauses
befunden haben. Wahrscheinlich wurde sie wegen Absturzgefahr im Jahre 1830
entfernt und ist seitdem verschwunden

 

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Ihm  Jahre  1932  wurde im Auftrag der
Düsseldorfer – Jonges,  vom  Bildhauer
Wilhelm  Hoselmann,  eine neue  Plastik
geschaffen,  diese   hat   ihren  heutigen
Standplatz   neben dem Grupello – Haus,
Marktplatz  Ecke  Zollstraße.

Der  erste  Standort war auf dem Dach-
first   des  neuen   Grupello-Hauses.
Nach einem   Bombenangriff   im Jahre
1943 stürzte die Figur vom  Dach herab
und   wurde   in   einem   Gerresheimer
Bergstollen   in  Sicherheit   gebracht.
Im November 1945  wurde  die Skulptur
in   der Ecke  des  alten Rathauses,  des
Tussmann-Baus,   wieder   aufgestellt.
Seit März 1962 steht sie am jetzigen Standort.
 

Die Geschichte vom Denkmal wird   auf    einer
Bronzetafel erklärt, die der Verein Deutscher  Gießereifachleute  im  Jahre  1985 gestiftet hat
 

Quellenhinweis:
 Sichtbare Zeichen der Düsseldorfer Jonges , Redaktion: Hermann J. Schulte

Die Wiederentdeckung des Grupello`schen “Gießerjungen” ?

Im  Jahre  1990 schrieb der Düsselorfer  Heimatdichter,  Theo Lücker,
in  seinem Buch  “Düsseldorf,  rundum  die Karlstadt”,  auch über die
Historie   einer   wieder  aufgefundenen   Skulptur,  die  im
katholischen Pfarrgarten St. Liebfrauen in Kaldauen,  wieder  entdeckt
wurde.

Materialanalysen   und   Laboruntersuchungen  bestätigten,  das  die
Herstellung  der  Skulptur  in  der  ersten Hälfte  des 18. Jahrhunderts
falle,  zu der Zeit auch Grupello lebte.

Der Generaldirektor  der Victoria Versicherung, Dr. h.c. Heinz Schmöle,
erklärte sich bereit,  die Figur nach Düsseldorf zu holen.

Laut  Theo Lücker ist die Figur ohne Zweifel von Bedeutung ob sie nun
von Grupello geschaffen wurde oder nicht.
 

Der Läufer

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Im März 1980 wurde die Figur im
Stadtmuseum aufgestellt.

Sie ist eine Stiftung der
Victoria-Versicherung
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Im Stadtmuseum  ist die Figur zur Zeit magaziniert und für das Museumspublikum nicht zugänglich.

Quellenhinweis:
Düsseldorf: rund um die Karlstadt  / Theo Lücker  
(Hrsg. vom Freundeskreis Düsseldorfer Buch e.V.) Düsseldorf:
Verl. d. Goethe-Buchh. 1990